Die Bio-Imkerei Stephan stellt schon seit der Gründung Honig in Bio-Qualität her. In regelmäßigen Betriebsprüfungen wird von der ABCert, der deutschen Öko-Kontrollstelle, entschieden, ob die Vorgaben für Bio-Honig eingehalten sind und ob das Produkt das offizielle Bio-Siegel tragen darf.
Bio ist dabei nicht nur auf das Produkt selbst bezogen, sondern auch auf die Arbeitsweise mit den Bienen, die dahintersteckt. Lass uns mal von vorne anfangen:
Bio beginnt in der Natur
Ein Honig ist dann Bio, wenn die Bienen den Nektar aus einer Landschaft gesammelt haben, die überwiegend ökologisch bewirtschaftet wird. Das heißt: In einem 3 Kilometer-Radius um die Bienenkästen herum befinden sich ökologische Naturflächen. Das können zum einen Flächen sein, die von einer biologischen Landwirtschaft betrieben werden. Oder es sind Wälder und Wiesen, auf denen Wildpflanzen stehen. Unsere Bienenstöcke platzieren wir also inmitten dieser reichhaltigen Natur.
Wir arbeiten dabei viel mit Bio-Landwirten zusammen. Zum Beispiel stehen unsere Bienen während der Blütezeit auf dem Hof Louisgarde: Melanie und Lutz bewirtschaften mit ihrem Team hier eine demeter-Landwirtschaft. An diesem besonderen Ort fühlen sich unsere Bienen pudelwohl!

Bio bedeutet auch Tierschutz
Nicht nur der Standort ist entscheidend für Bio-Honig, auch der Umgang mit den sensiblen Bienen spielt eine große Rolle. Eine respektvolle, schonende Arbeit mit den Bienen steht dabei im Vordergrund. Das bedeutet konkret:
- Kein Flügelstutzen: Wird es den Bienen zu eng im Bienenkasten, schwärmen sie mit ihrer Königin aus, um ein neues Zuhause zu suchen. Um zu verhindern, dass die Bienen einfach wegfliegen, werden der Bienenkönigin die Flügel gestutzt, so dass sie nicht fliegen kann. Das machen wir in unserer Bio-Imkerei aber ausdrücklich nicht. Die Bienenkönigin behält ihre Flügel. Wir müssen genau im Blick haben, wann wir den Bienen einen neuen Bienenkasten zur Verfügung stellen, wenn das Volk zu groß wird und sie umsiedeln, bevor sie auf die Idee kommen selbst wegzufliegen.
- Ein Zuhause aus Naturmaterialien: Die Bienenkästen unserer Bienen dürfen ausschließlich aus Naturmaterialien hergestellt sein - in unserem Fall: Fichtenholz.
- Behandlung der Bienen mit natürlichen Mitteln: Auch im Bienenstock kann es einmal zu Krankheiten kommen. Größtes Problem aktuell ist zum Beispiel die Varroamilbe, die sich in den Kästen breitmacht. Um die Bienen vor der Varroamilbe zu schützen, verwenden wir ausschließlich organische Wirkstoffe wie Oxalsäure und bei stark befallenen Völkern auch Ameisensäure. Es kommen keine synthetisch-chemischen Arzneimittel zum Einsatz.
- Bienenfutter - Für unserer Bienen gibt’s nur Bio: Um stark über den Winter zu kommen, benötigen unsere Bienen in der kalten Jahreszeit Futter. Am liebsten mögen sie es süß, deshalb füttern wir Zuckerwasser zu. Auch dieses Zuckerwasser ist ausschließlich hergestellt aus Bio-Zucker.

Bio im Glas
Zu guter Letzt ist für einen Bio-Honig auch der Umgang mit dem Honig entscheidend. Der Honig wird geerntet, geschleudert, gefiltert und so wie er ist in Gläser abgefüllt. Unser Honig wird schonend erwärmt, um die Enzyme zu erhalten. Alles in allem bekommst du also den reinen Honig aus den Bienenkästen in dein Glas – keine Zusätze, nur reine Natur!